Familiendaten der
 Paul Wolfgang Merkelschen Familienstiftung Nürnberg

Hildegard Klein[1]

weiblich 1919 - 1984  (65 Jahre)


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  • Name Hildegard Klein 
    Geboren 31 Mrz 1919  Dahlbruch,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Getauft
    • evang.
    Geschlecht weiblich 
    Religion ev. 
    Gestorben 22 Apr 1984  Frankfurt,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I827  Paul Wolfgang Merkel
    Zuletzt bearbeitet am 7 Jun 2016 | ravo 

    Vater "Otto" Friedrich Moritz Klein,   geb. 12 Jul 1878, Dahlbruch, Kr. Siegen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 18 Nov 1958, Düsseldorf Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 80 Jahre) 
    Mutter Katharina (Käthe) Magnus,   geb. 14 Mrz 1889, Libau,,Lettland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 3 Jun 1971, Düsseldorf Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 82 Jahre) 
    Verheiratet 1 Okt 1914  Riga Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Familien-Kennung F9517  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie "Peter" Wilhelm Volck,   geb. 15 Sep 1914, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 01 Nov 2008, Haan Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 94 Jahre) 
    Kinder 
     1. Lebend
     2. Rainer Volck,   geb. 10 Sep 1945, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 31 Jan 2022  (Alter 76 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 19 Dez 1998 
    Familien-Kennung F184  Familienblatt  |  Familientafel

  • Notizen 
    • In memoriam Hilde Volck, geb. Klein

      * 31. März 1919 + 22. April 1984

      Im Kleinschen Haus in Dahlbruch verbrachte Hilde zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Ernst-Gerhard eine wohlbehütete Kinderzeit. Otto Klein, der Vater, war ein strenger Erzieher und klug genug, im entscheidenden Moment zu sagen: "Tut, was Mama sagt!". Mama Käte, geb. Magnus, brauchte nicht viel zu sagen. Sie wirkte durch ihre starke Persönlichkeit, von der sie vieles auf ihre Tochter vererbt hat. Hilde kam, nach einigen Schuljahren als "Externe" in Stift Keppel, nach Düsseldorf, wohin ihre Eltern 1933 zogen, und besuchte dort das Müllerlyzeum. Schon damals zeigte sich ihre temperamentvolle und kämpferische Art: sie erreichte es, eine Klasse zu überspringen, so daß sie schon mit 17 Jahren des Abitur machen konnte. Im Kreis der vier Freundinnen in Düsseldorf war sie die jüngste, aber sie gab den Ton an.

      Nach einem heiteren Pensionatsjahr in Neuchâtel mußte sie, den Beitritt zum BDM bewußt ablehnend, ihr Pflichtjahr ableisten, zum größten Teil auf dem Kärntner Gutshof ihres Onkels Edwin Magnus. Dort auch verlobten wir uns Anfang 1941, nachdem wir uns in Düsseldorf kennengelernt hatten, um im Oktober des selben Jahres zu heiraten. Mehr als 42 Jahre einer lebendigen, immer interessanten Ehe haben uns verbunden.

      Unsere Söhne Gerd-Rudolf und Rainer kamen in den schlimmen Jahren 1944 und 1945 in Nürnberg zur Welt. Mit all ihrer Vitalität kämpfte sie darum, daß den Kindern in dieser schwierigen Nachkriegszelt nichts fehlte. Von Nürnberg gingen wir 1963 nach Düsseldorf, wo sie sich zuhause fühlte und wo die Söhne, angefeuert, unterstützt, belohnt von ihrer nimmermüden Mutter, ihre Schulzeit beendeten. Bei all ihrer heftigen Liebe und kämpferischen Fürsorge für ihre Kinder entließ sie diese doch, wenn auch schweren Herzens, zum Studium aus dem Elternhaus, damit sie ihr Leben selbst zu gestalten lernten.

      Ab 1964 in Bad Homburg, zuletzt ln Königstein im Taunus, erfreute sie sich dann an den Erfolgen der Söhne und genoß das gesellschaftliche Leben in Golf- und Bridgeclub, im International Women?s Club, wo sie selbst auch aktiv mitwirkte, und in der Deutsch-französischen Gesellschaft in Frankfurt, überall ein gern gesehenes, weil immer anregendes Mitglied.

      Von raschem Entschluß, wie sie war, kaufte sie 1971 heimlich ein Apartment in Torremolinos - von Mann und Söhnen mitleidig belächelt. Aber dieses spanische Domizil, inzwischen in ein kleines Haus umgetauscht, entwickelte sich bald zu unserer zweiten Heimat, wo wir die Winterhalbjahre verbrachten und wo Hilde fast täglich, bis wenige Wochen vor ihrem Tod, ihr geliebtes Golf spielte, mit ihrer Attraktivität und Ausstrahlung bis zuletzt der Mittelpunkt unseres dortigen Freundeskreises. Wenige Wochen nach ihrer Rückkehr aus Spanien erlag sie am 0stersonntag einem Krebsleiden. Ein aufrechter Mensch voller Zivilcourage, ein Feind alles Unechten und Unehrlichen, eine geliebte Frau hat uns verlassen.

      Peter Volck

  • Quellen 
    1. [S39] Deutsches Geschlechterbuch, Achter Siegerländer Band, Gerhard Moisel, Freudenberg, (C.A. Starke-Verlag), 274.