Familiendaten der
Paul Wolfgang Merkelschen Familienstiftung Nürnberg

Paul Wolfgang Merkel

Paul Wolfgang Merkel[1, 2, 3]

männlich 1756 - 1820  (63 Jahre)

Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Alles    |    PDF

  • Name Paul Wolfgang Merkel 
    Geboren 01 Apr 1756  Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Getauft 02 Apr 1756  St. Sebald Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [4
    Geschlecht männlich 
    Beruf Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kaufmann, Marktvorsteher, Politiker, Mäzen 
    Referenznummer
    Religion ev 
    Gestorben 16 Jan 1820  Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [5
    Begraben 20 Jan 1820  St. Sebald/St. Johannisfriedhof Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • In diesem Grab ist auch der Frauenarzt Geheimrat Friedrich Merkel (4-10.3.1), gestorben 1927, beigesetzt.
    Personen-Kennung I1  Paul Wolfgang Merkel
    Zuletzt bearbeitet am 16 Jun 2015 

    Vater Caspar Gottlieb Merkel,   geb. 16 Feb 1715, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 04 Jul 1783, St. Sebald Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 68 Jahre) 
    Mutter Maria Magdalena Merz,   geb. 18 Apr 1724, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 25 Aug 1783 / 26 Aug 1783, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 59 Jahre) 
    Verheiratet 30 Sep 1744  St. Sebald Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [6
    Notizen 
    • Das Familienbild wurde 1769 gemalt.
      Auf den Wandbildern von Georg Nicolaus Merz (1688-1736) :
      Andreas Merkel (5.1.1672 - 29.8.1741), Ratsschreiber
      Johann Merkel (18.3.1627 - 27.2.1676), Eisenhändler, kam am 5.12.1643nach Nürnberg [1]
    Fotos

    Familien-Kennung F1751  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Margarethe Elisabeth Bepler,   geb. 29 Jul 1765, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 30 Apr 1831, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 65 Jahre) 
    Verheiratet 26 Jan 1784  St. Sebald Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [7
    Notizen 
    • ADB XXI 437; Lebensläufe aus Franken Bd.3 (1927) 355; F.Roth, Nachrichtvon dem Leben P.W.Merkels Nürnberg 1821 (A.Mez, S.123) [1]
    Kinder 
     1. Johann (Hanni) Merkel,   geb. 18 Nov 1785, St. Sebald Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 25 Jan 1838, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 52 Jahre)
     2. "Paul" Gottlieb Merkel,   geb. 29 Mai 1787, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 11 Jan 1862, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 74 Jahre)
     3. Susanne Margarethe Doroth. Merkel,   geb. 16 Dez 1788, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 31 Dez 1789, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 1 Jahre)
     4. Andreas "Heinrich" Merkel,   geb. 07 Sep 1790, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 25 Nov 1843, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 53 Jahre)
     5. "Katharina" Johanna Susanna Merkel,   geb. 10 Sep 1792, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 21 Jan 1842, München,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 49 Jahre)
     6. Friedrich Merkel,   geb. 24 Mrz 1794, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 25 Apr 1795, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 1 Jahre)
     7. "Johanna" Susanna Margaretha Merkel,   geb. 05 Sep 1795, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 25 Aug 1831, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 35 Jahre)
     8. Paul Siegmund Merkel,   geb. 14 Nov 1797, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 18 Nov 1797, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 0 Jahre)
     9. Margaretha "Elisabetha" Merkel,   geb. 22 Sep 1799, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 29 Mai 1830, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 30 Jahre)
     10. Merkel,   geb. 11 Nov 1801
     11. Johann "Friedrich" Merkel,   geb. 14 Aug 1803, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 28 Jan 1862, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 58 Jahre)
     12. Conrad "Siegmund" Merkel,   geb. 16 Aug 1806, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 26 Okt 1880, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 74 Jahre)
     13. Paul "Karl" Merkel,   geb. 19 Apr 1809, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 30 Jul 1895, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 86 Jahre)
     14. Johann Caspar "Gottlieb" von Merkel,   geb. 02 Mai 1812, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 24 Nov 1903, Nürnberg,,,,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 91 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 26 Okt 2009 
    Familien-Kennung F3  Familienblatt  |  Familientafel

  • Fotos
    Personenbild
    Personenbild
    Paul Wolfgang Merkel
    (Kupferstich vom Direktor der Nürnberger Maler-Akademie Albert Chritoph Reindel 1819)
    PWM als Assessor am Königl. Handels=Appelations=Gericht, Vorsteher des Handelsplatzes und Abgeordneter der Stadt Nürnberg zur zweyten Kammerder Staende=Versammlung (A. Reindel del: L.E.Grimm sc:)
    PWM Medaille 1
    PWM Medaille 1
    Posthum erschienene Medaille zum Angedenken an die Leistungen Paul Wolfgang Merkels für die Stadt Nürnberg von Anton Dallinger (1820) aus Merkel-Nachrichten 7/1999
    PWM Ölbild
    PWM Ölbild
    Öl auf Leinwand 53,5x42,5 cm: Paul Wolfgang Merkel (1814) von Jakob Wilhelm Christian Roux. Major Ludwig v. Knebel, der freundschaftliche Beziehungen zu Paul Wolfgang unterhielt, empfahl wohl den Maler aus dem Umfeld Goethes dem Haus Merkel.
    (Aus Merkel-Nachrichten 7/1999)
    Merkel P W 1794 Hesell Pastell
    Merkel P W 1794 Hesell Pastell
    Merkel, Paul Wolfgang, in Pastell 15 cm Durchschnitt, um 1794 von Leonhard Heinrich Hesell (aus Bilder zur Familiengeschichte PAUL WOLFGANG MERKEL, von A. Mez 1983)
    Merkel P W 1814 Roux-Ölbild
    Merkel P W 1814 Roux-Ölbild
    Merkel, Paul Wolfgang, in Öl auf Leinwand 55x43; 1814 von Jak. Wilh. Christian Roux (aus Bilder zur Familiengeschichte PAUL WOLFGANG MERKEL, von A. Mez 1983)
    CGMFam
    Familie von Caspar Gottlieb Merkel; Öl auf Leinwand 78x94 von Johann Jacob Kleemann 1767; Eigentum Merkel'sche Familienstiftung Germanisches Museum Zr 1972/8
    Paul Wolfgang hält die Querflöte.
    Merkel P W 1786 Marktadjunkt
    Merkel P W 1786 Marktadjunkt
    Paul Wolfgang Merkel als Marktadjunkt 1786
    Öl auf Pergament 35x26 Bancobuch Nürnberg
    Bd. 3 Nr. 6 German. Mus. Nbg. HK 1
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez 1983
    Merkel P W 1801 Marktvorsteher
    Merkel P W 1801 Marktvorsteher
    Paul Wolfgang Merkel als Marktvorsteher 1801
    Öl auf Pergament 21x13 Bancobuch Nürnberg
    Bd. 1 S.134 rechts unten German. Mus. Nbg. HK 1
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez 1983
    Merkel P W 1815
    Merkel P W 1815
    Paul Wolfgang Merkel
    Öl auf Leinwand 55x45 unbekannter Maler um 1815
    Fam. St. Merkel German. Mus. Nbg. Merkel-Ausst.1979 B 19
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez 1983
    Merkel P W 1783 Medaillon für Braut vorn
    Merkel P W 1783 Medaillon für Braut vorn
    PWM Medaillon 2,8x2,3 (ohne Perlen) für seine Braut zur Verlobung 1783
    bei Gerhard Merkel (VI11123)
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez (VI55241) 1983
    Merkel P W 1783 für Braut hinten
    Merkel P W 1783 für Braut hinten
    PWM Medaillon 2,8x2,3 (ohne Perlen) für seine Braut zur Verlobung 1783
    bei Gerhard Merkel (VI11123)
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez (VI55241) 1983
    Merkel P W Medaillon für Schwester
    Merkel P W Medaillon für Schwester
    PWM Medaillon für seine Schwester Katharina Susanna von Schückher
    bei Gerda Kirste (VI2224)
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez (VI55241) 1983
    Merkel P W 1789 Miniatur
    Merkel P W 1789 Miniatur
    PWM Miniatur ca. 10x7,5 Joh. Jac. Kleemann 1789
    Original nach dem Krieg gestohlen; Kopie bei Gabriele Noé VI-11.2.1.2.1
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W Ölgemälde klein
    Merkel P W Ölgemälde klein
    PWM kleines Ölgemälde im 2.Weltkrieg untergegangen
    zul.b.Paul Merkel V1333
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W 1806 Kupferstich Hessell
    Merkel P W 1806 Kupferstich Hessell
    PWM Kupferstich 14,5x9 L.H.Hessell 1806, vielfach vorhanden,
    German.Mus.Nbg. Mp 26808/65, Merkel-Ausst.1979 F1
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W 1819 Kupferstich Grimme
    Merkel P W 1819 Kupferstich Grimme
    PWM Kupferstich 22,5x20,5 Grimme nach Reindel um 1819, vielfach vorhanden,
    German.Mus.Nbg. Mp 26808/233, Merkel-Ausst.1979 F2
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W Kupferstich Fleischmann
    Merkel P W Kupferstich Fleischmann
    PWM Kupferstich 14x10,5 F. Fleischmann,
    Stadtarchiv Nürnberg M 74/I
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W Kupferstich F Fleischmann
    Merkel P W Kupferstich F Fleischmann
    PWM Kupferstich 14x10,5 F. Fleischmann,
    Staatl. Graph. Sammlungen München 239012
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W Denkmünze vorn
    Merkel P W Denkmünze vorn
    PWM Denkmünze 49mm von A.P.Dallinger 1820
    GMN Med. 9302...9305 Fam.St.Merkel; Merkel-Ausst 1979A34
    Gestiftet von den Marktvorstehern (IV viri) und -adjunkten (XII viri) des Handelsplatzes Nürnberg in Gold, Silber und Bronze
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W Denkmünze hinten
    Merkel P W Denkmünze hinten
    PWM Denkmünze 49mm von A.P.Dallinger 1820
    Rückseite einer silbernen Münze
    GMN Med. 9302...9305 Fam.St.Merkel; Merkel-Ausst 1979A34
    Gestiftet von den Marktvorstehern (IV viri) und -adjunkten (XII viri)des Handelsplatzes Nürnberg in Gold, Silber und Bronze
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W Denkmünze Kästchen
    Merkel P W Denkmünze Kästchen
    PWM Pappkästchen, in dem die Denkmünze 49mm von A.P.Dallinger 1820 in Gold am Wolfgangstag (31.Oktober) 1820 der Witwe überreicht wurde.
    GMN Med. 9302...9305 Fam.St.Merkel; Merkel-Ausst. 1979A34
    Gestiftet von den Marktvorstehern (IV viri) und -adjunkten (XII viri)des Handelsplatzes Nürnberg in Gold, Silber und Bronze
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel PW Familie Ludwig
    Merkel P W Familie Ludwig
    PWM und seine Familie,
    gemalt 1974 von C. Ludwig (das Zimmer ist Phantasie)
    PW steht ganz links mit Schwester Katharina Susanna
    Marg. Elisabeth geb.Bepler sitzt rechts am Tisch
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W Familie Zahlen
    Merkel P W Familie Zahlen
    PWM und seine Familie,
    gemalt 1974 von C. Ludwig (das Zimmer ist Phantasie)
    1.PW steht ganz links mit Schwester 2.Katharina Susanna
    7.Marg. Elisabeth geb.Bepler sitzt rechts am Tisch
    aus Bilder zur Familiengeschichte Paul Wolfgang Merkel
    Zusammengestellt von Arthur Mez VI55241 1983
    Merkel P W Familie Namen
    Merkel P W Familie Namen
    1.PWM, 2.Katharina Susanna, 3.Johann Chr.v.Schückher, 4.August Martin Kießling, 5.Maria Elisabeth, 6.Marg.Dorothea geb. Spieß, 7.Marg.Elisabeth geb. Bepler, 8.Georg Nikolaus, Johannes Bepler, 10.Paul, 11.Katharina, 12.Johann, 13.Heinrich, 14.Friedrich (nachträglich gemalt), a. Maria Hedwig, b. Maria Magdalena geb. Merz, c. Caspar Gottlieb, d. Eibert Heinrich, e. Susanne
    Merkel Exlibris Wappen Originalstich
    Merkel Exlibris Wappen Originalstich
    Wappen als Exlibris, Originalstich aus Nachlass
    Kupferstich Platte 9x8,5 vielfach vorhanden
    Merkel-Ausstellung 1979 D154
    (S.73 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Merkel Exlibris Buchstaben
    Merkel Exlibris Buchstaben
    Merkel Buchstaben Exlibris Originalstich aus Nachlass
    Kupferstich Platte 5,5x5,5 vielfach vorhanden
    Merkel-Ausstellung 1979 D155
    (S.73 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Merkel Silhouette 1814 PW
    Merkel Silhouette 1814 PW
    10 Silhouetten der Familie von Paul Wolfgang Merkel, etwa 1815, 6cm mit Rahmen, bei Gerhard Merkel (S. 12 A. Mez, Bilder zur Familiengeschichte)
    Bepler Elisabeth 1782 Öl a L A
    Bepler E 1782 Öl auf Leinw Aus
    Margareta Elisabeth Merkel geb. Bepler, Öl auf Leinwand 44x30 (50x35 mit Rahmen) unbek. Maler, etwa 1782 (gleichartig wie Bilder ihrer Eltern), Eigentum der Familienstiftung, bei Siegmund Merkel(6-11.2.1.2.2), davon frühe kolorierte Fotografie bei Clara Volkert(6-11-2-2-3) nach A.Mez (S.9)
    Merkel P W Petschaft T 6179
    Merkel P W Petschaft T 6179
    Petschaft von Paul Wolfgang 2,3x1,9 hergestellt von Trimbey, London um 1796; Fa.Stiftung Merkel German.Mus.Nbg.T6179 Merkel-Ausstellung 1979 F 13
    (S.73 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Merkel P W Siegelring T 6180
    Merkel P W Siegelring T 6180
    Siegelring von Marg.Elisabeth 1,4x1,1 hergestellt von Trimbey, London um 1796; Fa.Stiftung Merkel German.Mus.Nbg.T6180 Merkel-Ausstellung 1979 F14
    (S.73 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Firma Merkel und Söhne 1783
    Firma Merkel und Söhne 1783
    Merkel'sche Unterschriften: Paul Wolfgang und Eibert Heinrich Merkel
    (S.75 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Firma Merkel und Söhne 7-1783
    Firma Merkel und Söhne 7-1783
    Merkel'sche Unterschriften: Maria Magdalena, Paul Wolfgang und Eibert Heinrich Merkel (nach dem Tode von Caspar Gottlieb)
    (S.75 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Firma Lödel und Merkel 1788
    Firma Lödel und Merkel 1788
    Merkel'sche Unterschriften: Johannes Bepler, Paul Wolfgang Merkel
    (S.76 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Firma Lödel und Merkel 1811
    Firma Lödel und Merkel 1811
    Merkel'sche Unterschriften: Johann Merkel (per procura)
    (S.76 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Merkel PW Stammbuch Titelblatt
    Merkel PW Stammbuch Titelblatt
    Aus dem Stammbuch von Paul Wolfgang Merkel (ab 1767)
    German Mus. Hs.Merkel 462; Merkel-Ausst.1979 D 164:
    Titelblatt
    (S.77 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Merkel PW Stammb Leonh Jacob M
    Merkel PW Stammb Leonh Jacob M
    Aus dem Stammbuch von Paul Wolfgang Merkel (ab 1767)
    German Mus. Hs.Merkel 462; Merkel-Ausst.1979 D 164:
    Onkel Leonhard Jacob Merkel (1728-1771)
    (S.77 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Merkel PW Stammb Joh Gotth M
    Merkel PW Stammb Joh Gotth M
    Aus dem Stammbuch von Paul Wolfgang Merkel (ab 1767)
    German Mus. Hs.Merkel 462; Merkel-Ausst.1979 D 164:
    Onkel Johann Gotthard Merkel (1710-1774)
    (S.77 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Merkel PW Stammb Joh Chr v Sch
    Merkel PW Stammb Joh Chr v Sch
    Aus dem Stammbuch von Paul Wolfgang Merkel (ab 1767)
    German Mus. Hs.Merkel 462; Merkel-Ausst.1979 D 164
    Johann Christoph von Schückher (1757-1816) späterer Schwager)
    (S.78 A.Mez, Bilder zur Familiengeschichte PW Merkel, 1983)
    Merkel Caspar Gottlieb Familie
    Merkel Caspar Gottlieb Familie
    aus "Die Nachkommen von Paul Wolfgang Merkel, 1972, S. 69
    Das Familienbild Caspar Gottlieb Merkels und seiner Familie (1769). Der Flöte spielende Knabe stellt Wolfgang Merkel dar. Auf den beiden Wandbildern ist Andreas, der Vater und Johann Merkel, der Großvater Caspar Gottlieb Merkels zu sehen. Der Anregung des Herren Familienältesten verdanken wir die Wiedergabe dieses Bildes, wie auch die des Tafelaufsatzes.
    Merkel P W Wohnhaus ab 1805
    Merkel P W Wohnhaus ab 1805
    aus: "Die Nachkommen von Paul Wolfgang Merkel" 1972, S. 70
    "Das Wohnhaus Paul Wolfgang Merkels in der Karlstraße [23], in dem sämtliche Kinder das Licht der Welt erblickten.[siehe Bemerkung im Anschluß] Das Haus hieß "Zum schwarzen Adler" (siehe Rundplastik an der Hausfront) und scheint schon in früher reichsstädtischer Zeit die Residenz des kaiserlichen Gesandten gewesen zu sein. Im 2. Stockwerk befand sich der "Merkel'sche Saal" [siehe Bemerkung im Anschluß] mit der kostbaren Holzvertäfelung Peter Flötners. Im 3.Stockwerk waren die ausgedehnten Sammlungen Paul Wolfgang Merkels untergebracht. Das Haus wurde im zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört."
    Bemerkung 1: Der Saal mit der Holzvertäfelung Peter Flötners befand sich im Anwesen Karlstraße 3, also in dem Haus, das Caspar Gottlieb Merkel 1761 gekauft hat. Vgl. Ausstellungskatalog 1979 S.8 und 49.
    Bemerkung 2: In dem hier lesbaren Lebenslauf Paul Wolfgang Merkels (von Sohn Karl verfaßt) ist zu lesen, daß die Familie bis 1805 auf dem Neuenbau (Maxplatz) also in den rückwärtigen Gebäuden des Anwesens Karlstraße 3 lebte und am 26. Januar 1805 nach dem Tod Johannes Beplers an den Weinmarkt zog, d.h. in das Vorderhaus des Anwesens Karlstraße 23. Daraus ist zu schließen, daß die ersten 10 Kinder am Neuenbau (Maxplatz) geboren sind.
    Beide Bemerkungen von Albrecht Merkel 7-1.1.1.2.3.2.
    Paul Wolfgang Merkel 1756
    Paul Wolfgang Merkel 1756


    Grabsteine
    Grabstätte Paul Wolfgang Merkel Johannisfriedhof Nürnberg
    Grabstätte Paul Wolfgang Merkel Johannisfriedhof Nürnberg
    Grabstätte Paul Wolfgang Merkel Johannisfriedhof Nürnberg
    Grabstätte Paul Wolfgang Merkel Johannisfriedhof Nürnberg
    In diesem Grab ist außerdem beerdigt ein Enkel Paul Wolfgangs: Paul (3-2.8) im Mai 1861 und im Januar 1862 ein Sohn Paul Wolfgangs und Vater des wenige Monate zuvor beerdigten Enkels Paul (2-2)
    Im Jahr 1927 wurde Friedrich Merkel (4-10.3.1) in diesem Grab bestattet

    Zitat Familienbuch:
    Herr Paul Gottlieb Merkel wurde am 14 Januar Vormittags 9 Uhr zu St. Johannis beerdigt u. in dasselbe Grab gelegt, worin sein Herr Vater u. erst das Jahr zuvor sein geliebter Sohn beerdigt worden. (N. 6b) Er hatte kurz zuvor den Grabstein mit einem schönen Epitaphium, das Merkelische Wappen in Erz gegossen, versehen lassen.

  • Notizen 
    • Verzeichnis der Voreltern...von Paul Wolfgang Merkel, 1992 bearbeitet von Arthur Mez: Nr. II.2 (Mez-Nr. 94)
      S. 33 Glosser, St. Johannisfriedhof zu Nürnberg: "Kaufmann, Marktvorsteher und 1. Landtagsabgeordneter der Stadt Nürnberg, geboren am 1. April 1756. M. war nicht nur im Handelsleben der Stadt eine bedeutende Persönlichkeit, er nahm auch in geistig kultureller Beziehung eine führende Stellung ein. Mit Goethe stand er brieflich und persönlich in Verbindung. Er starb am 16. Januar 1820 als Ahnherr der noch heute verbreiteten Familie."

      Rainer Volck schreibt in unserer Homepage www.merkelstiftung.de zum 250. Geburtstag:
      Paul Wolfgang Merkel zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten Nürnbergs um 1800: Als Kaufmann handelt er mit großem Erfolg, als Politiker setzt er Reformen durch, im bayerischen Landtag streitet er für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg Nürnbergs, als Sammler rettet er zahlreiche Nürnberger Kunstwerke. P.W. Merkel ist eine Schlüsselfigur des Umbruchs um 1800 und des Übergangs Nürnbergs in das Königreich Bayern.
      Aus dem Leben von Paul Wolfgang Merkel <http://merkelstiftung.de/Stiftung/pwmerkel.html> und die Bedeutung Paul Wolfgang Merkels für die Stellung Nürnbergs in Europa:
      1.4.1756 Geburt von Paul Wolfgang Merkel als 6. Kind des Nürnberger Handelsherrn und Markvorstehers Caspar Gottlieb Merkel und seiner Frau Maria Magdalena Merz. Der Vater führte das Handelshaus der Schwiegereltern Merz.
      1766 Gymnasiast in Nürnberg
      1770 Kaufmannslehre beim Manufakturhändler Hieronymus Deterding
      1770 Geschäftsreise nach Italien mit seinem Vater
      1783 Tod des Vaters Caspar Gottlieb Merkel. Übernahme der Geschäftführung im elterlichen Betrieb zusammen mit seinem Bruder Eibert Heinrich Gottlieb.
      1784 Paul Wolfgang heiratet Margarethe Elisabeth Bepler, Tochter des Kaufmanns Johannes Bepler
      1785 Geburt des ersten von 13 Kindern: Johannes ("Johann")
      1786 Wahl Paul Wolfgangs zum Marktadjunkten, einem von 12 Mitgliedern eines vom Rat der Stadt unabhängigen Ausschuss der Kaufmannschaft
      1787 Tod des Bruders Eibert Heinrich Gottlieb. Paul Wolfgang wird alleiniger Inhaber des Handelshauses und vereinigt am 1.8.1788 die Geschäfte seiner Schwiegereltern und seines zum Großhandelsgeschäft ?Lödel und Merkel".
      1789 Paul Wolfgang Merkel wird Mitbegründer und Schatzmeister der Loge ?Zu den drei Pfeilen" im Orient Nürnberg (Eingkeit, Freiheit und Gleichheit)
      1790 Besetzung Nürnbergs durch kaiserliche Truppen.
      1794 Unter Mitwirkung Paul Wolfgang Merkels war ein neues Gremium neben dem Rat der Stadt etabliert worden, um die zerrütteten Stadtfinanzen auch von Kaufmannschaft und Handwerk kontrollieren zu können. Paul Wolfgang wurde zum ?Assessor der Kaufmannschaft" im engeren Gremium, dem ?Syndicat", ernannt. 1795 Paul Wolfgang Merkel vermittelt mit hohem persönlichen Einsatz in der ?Eierkuchenrevolte", einem Aufstand der Handwerker.
      1796 Das Nürnberger Umland wird preußisch. Das schneidet die Stadt von einem Großteil ihrer Einnahmen ab. Kurz darauf besetzt die französische Revolutionsarmee Nürnberg. Paul Wolfgang Merkel verhandelt intensiv mit den Generälen und hilft, die Plünderung der Stadt zu vermeiden. Am 2. September 1797 unterwirft sich die Freie Reichsstadt Nürnberg dem König von Preußen. Friedrich Wilhelm II ratifiziert den Vertrag jedoch nicht.
      1797 Erwerb des 1½ Hektar großen Gartenanwesens Sulzbacher Str. 32 (heute Melanchthon-Gymnasium und städtische Wirtschaftsschule)
      1797 Zusammentreffen und Briefaustausch mit Johann Wolfgang von Goethe.
      1801 Wahl zum Marktvorsteher
      1802 Paul Wolfgang Merkel finanziert die Jahreszinsen der völlig verschuldeten Stadt Nürnberg (60% des Stadthaushaltes fließen in den Schuldendienst)
      1803 Tod des Schwiegervaters Johannes Bepler. Paul Wolfgang Merkel wird mit 47 Jahren alleiniger Inhaber der Firma.
      1804 Aufkauf bedeutender Nürnberger Sammlungen, unter anderem der Panzerschen Sammlung.
      1806 Beginn der Kontinentalsperre. Durch geschickte Einkaufspolitik wird der Wohlstand des Handelhauses gefördert.
      1806 Durch die Verbindung Bayerns mit dem Napoleonischen Frankreich fällt nach und nach ganz Franken an Bayern. Auch über Nürnberg erhält der König von Bayern in der Reichsbundakte vom 12. Juli 1806 die volle Souveränität. Franzosen besetzen wieder die Stadt. Bei der offiziellen Übergabe der Stadt am 15. September 1806 fiel Paul Wolfgangs Frau ihren Kindern weinend um den Hals: ?Jetzt seid ihr Fürstenkinder".
      1806 Zahlreiche Kulturgüter Nürnbergs werden von der bayerischen Obrigkeit verkauft oder eingeschmolzen.
      1808 Merkel reist an der Spitze einer Delegation des Nürnberger Handelsstandes nach München. Ziel war die Änderung der für Nürnberg ungünstigen Zollordnung. Der Verhandlungsführung Paul Wolfgang Merkels schlossen sich andere Delegationen an. Die meisten Vorschläge Merkels wurden vom Bayerischen Finanzminister akzeptiert.
      1809 Im Gefolge des Krieges zwischen Österreich und Frankreich gelangten österreichische Truppen in die Stadt und nahmen zahlreiche Honoratioren der Stadt, unter anderem auch Paul Wolfgang Merkel, als Geiseln in Haft. Der Aufmarsch französischer Truppen veranlasste die Österreicher zu Freilassung.
      1810 Einer der ersten Aktionäre und Vorstandsmitglied der Gesellschaft ?Museum".
      1812 Geburt des letzten Kindes: Gottlieb.
      1813 Besuch des Philosophen Friedrich Hegel bei Merkel in der Karlstraße.
      1817 Die Söhne Johannes und Paul Gottlieb werden gleichberechtigte Teilhaber im Handelshaus
      1818 Paul Wolfgang Merkel ist inzwischen Ältester der Marktvorsteher und Assessor des Handelsstandes am Handelsgericht Nürnberg
      1818 Paul Wolfgang lehnt die Wahl zum Gemeindebevollmächtigten ab,
      11.11.1818 Wahl von Paul Wolfgang zum Deputierten der bayerischen Abgeordnetenkammer
      1819 Paul Wolfgang Merkel fährt in einem viersitzigen Gläserwagen und Extrapost mit vier Pferden mit Frau, Tochter Elisabeth und Sohn Gottlieb als erster bürgerlicher Abgeordneter der Stadt Nürnberg nach München. Dort verhandelte er erfolgreich über den Abbau der Schutzzölle und insbesondere über die Übernahme der Schulden der Stadt Nürnberg. Ende Juli kehrte er aus München zurück und wurde mit ?Spalier, Trompeten und Paukenschall" vom Rat der Stadt empfangen.
      16.1.1820 Paul Wolfgang Merkel ist durch die Anstrengungen seines beruflichen, gesellschaftlichen und politischen Schaffens frühzeitig gealtert und entkräftet. Er stirbt am 16.1.1820 im Alter von 64 Jahren. Am 20.1.1820 wird er auf dem Johannisfriedhof unter großer Anteilnahme von Honoratioren und Bürgern beigesetzt.


      AUSSTELLUNG im Fembo-Haus, Nürnberg, anlässlich des 250. Geburtstages von P. W. MERKEL:
      Text in Homepage merkelstiftung.de von Rainer Volck)
      Paul Wolfgang Merkel, Nürnberger Handelsherr des 18. Jahrhunderts als Fanal für die Bedeutung Nürnbergs als Metropole
      Aus Anlass des 250. GEBURTSTAG von Paul Wolfgang Merkel am 1. April 2006 will die Paul Wolfgang Merkel'sche Familienstiftung in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Nürnberg die Bedeutung dieses bedeutenden Nürnberger Bürgers herausstellen:
      Der HANDELSHERR Paul Wolfgang Merkel
      Aus dem Geschäft der Schwiegereltern baute Paul Wolfgang Merkel (1.4.1756 - 16.1.1820) ein bedeutendes Handelsunternehmen auf, das durch internationale Beziehungen Nürnbergs zentrale Funktion im Brennpunkt bedeutender Handelswege nutzte
      Der EUROPÄER Paul Wolfgang Merkel
      Dabei nutzte er die schwierigen Verhältnisse Europas zu Zeiten der Kontinentalsperre zu seinen Gunsten. Politische Weitsicht und gute Informationen über seine Handelskontakte ließen ihn rechtzeitig Vorräte aufbauen, die er dann günstig absetzen konnte - der Grundstock seines Vermögens
      Der KUNSTMÄZEN und Sammler Paul Wolfgang Merkel
      Als die freie Reichsstadt Nürnberg gezwungen war, einen Teil der zur Kaiserzeit angesammelten Kunstschätze zu veräußern, erwies sich Paul Wolfgang Merkel als Kunstmäzen. So erstand er bedeutende Kunstwerke wie den Tafelaufsatz des Goldschmieds Jamnitzer oder die graphische Sammlung der Familie Tucher. Seine Kunstsammlung brachte seine Familie in eine Stiftung ein, die heute die größte private Leihgabe des Germanischen Nationalmuseums bildet.
      Der FAMILIENMENSCH Paul Wolfgang Merkel
      Seine Frau Margarethe Elisabeth, geb. Bepler, gebar 16 Kinder, von denen 13 volljährig wurden. Heute umfassen die Nachkommen mit ihren Familien 1760 Personen in 9 Generatoinen, auch hier ein Vorbild in Familienplanung.
      Der POLITIKER Paul Wolfgang Merkel
      Auf Grund seiner gesellschaftlichen Stellung wurde Merkel zum 2. Bürgermeister und Marktvorsteher (Handelsminister) Nürnbergs ernannt. Die große Finanznot Nürnbergs erzwang die Aufgabe der Selbstständigkeit als freie Reichsstadt. Als Abgeordneter Nürnbergs im Bayrischen Ständetag gelang es Paul Wolfgang Merkel durch sein umfassendes Wissen der Handelsgesetze, in intensiven Verhandlungen die Schulden Nürnbergs praktisch auf Null zurückzuführen
      Die ZUKUNFT und Paul Wolfgang Merkel
      Damit waren die Weichen gestellt für ein Aufblühen Nürnbergs zur bedeutendsten Industriestadt Bayerns ab 1830. So hatte die starke Persönlichkeit Paul Wolfgang Merkels eine überaus positive Wirkung auf die damals schwache Stellung Nürnbergs.
      Die METROPOLBEDEUTUNG Nürnbergs und Paul Wolfgang Merkel
      All diese Faktoren lassen Paul Wolfgang Merkel zu einer Galionsfigur auf dem aufstrebenden Weg Nürnbergs als wichtige Metropole Europas werden.
      Für die Verbreitung dieser Idee sucht die Paul Wolfgang Merkel'sche Familienstiftung Mäzene unter den Nürnberger Unternehmenspersönlichkeiten zur Bildung eines Grundstocks für die Jubiläumsausstellung am 1.4.2006 im Stadtmuseum (Fembohaus).

      FAMILIENBUCH MERKEL, im Stadtarchiv Nürnberg verwahrt unter Merkel- Archiv Nr. 15a, Seite 1
      Abgeschrieben nach bestem Wissen und Können im März 1982 durch Arthur Mez ( VI 55241)
      Eingescannt und den Personen in Gen_Pluswin-Merkel-Datei eingefügt durch E. Brick, Juni 2005

      FAMILIENSTIFTUNG und FAMILIENBUCH MERKEL

      Herr PAUL WOLFGANG MERKEL, welcher als der Einzige seines Namens u. Geschlechtes übrig blieb, hat Kinder hinterlassen, durch welche so Gott will das Geschlecht u. der Name- Merkel sich mehren u. ausbreiten wird. Da ihn Gott mit zeitlichem Gut gesegnet u. ihm nicht an nichtigem eitlen Glanze, sondern an edlen geistigen Dingen Gefallen u. Verständniß gab, so gründete er eine Sammlung an Kunstgegenständen u. litterarischen Erzeugnissen, welche auch nach seinem Tod erhalten blieb u. erst im Jahre 1828 - am Dürerfeste - öffentlich bekannt wurde, indem man von da an Fremden den Zutritt zu derselben gestattete.
      Diese Sammlung gieng nach dem Tode seiner Frau Witwe bei der Theilung erst an zwei seiner Söhne über, mit welchen bald hernach auch noch die fünf anderen an den Besitz derselben sich beteiligten. Nach dem Tode des ältesten Sohnes Herrn Johann Merkel (1838) trat in dessen Rechte sein Erstgeborener ein, als er mündig geworden, der nachmalige Professor der Rechte zu Halle Herr D. Paul Johannes Merkel u. nach dem Tode des praktischen Arztes Herrn D. Andreas Heinrich Merkel (1843) wurde dessen Witwe von den übrigen Theilhabern mit Geld entschädigt, wozu sie gar nicht verpflichtet waren; siehe Protokoll 1832, 16. Mai. So blieb die Sammlung fortan in unverändertem Besitz u. an demselben Orte im Hause S. N. 97 am Weinmarkt aufbewahrt. Unter allen Gegenständen derselben erregte aber der silberne Tafelaufsatz von Jamnitzer allgemeine Bewunderung u. es wurden von verschiedenen Seiten sehr bedeutende Angebote gestellt. Dieß gab den Besitzern, die bisher immer darin einig waren, die Sammlung zu erhalten, Veranlassung zu bedenken, ob sie auch bei der weiteren Verzweigung der Familie im Stande wären, diesen Vorsatz durchzuführen. Da machte Herr Paul Gottlieb Merkel zuerst den Vorschlag, ob es nicht angemessen wäre, eine Stiftung zu machen u. ihr den etwaigen hohen Erlös des Tafelaufsatzes zuzuwenden, was der Familie Merkel für alle Zeiten zu Statten käme. Mit Freuden wurde von allen Mitbesitzern der Gedanke aufgenommen u. so entstand die PAUL WOLFGANG MERKELISCHE FAMILIENSTIFTUNG. Herr Professor Dr. Paul Johannes Merkel, welcher das Statut des Familienstifts, die Eingabe an den König sowie alle dazu nöthigen Schriftstücke verfaßt hat, hat sich dadurch für alle Zeiten ein Gedächtniß gestiftet u. die Familie zum bleibenden Danke verpflichtet.
      Als die Stiftung gegründet war, wurde auch beschlossen, ein Familienbuch anzulegen, in welchem alle Familienglieder aufgezeichnet werden sollen. Das Papier zu diesem Buch ist in der Fabrik des Herrn Johann Friedrich Merkel verfertigt u. die silbernen Schließen hat Paul Karl dazu gestiftet. Das Wappen hat Jungfrau Karoline Merkel gemalt u. die Umschrift Herr Johann Kaspar Gottlieb Merkel geschrieben.
      Da schon auf Veranlassung des Herrn Paul Wolfgang Merkel durch seinen Vetter Herrn Lufft, Pfarrer in St. Leonhard Notizen über alle Glieder der Familie Merkel von der frühesten Zeit her bis zum Anfang dieses Jahrhunderte gesammelt u. verarbeitet worden waren, so wurden dieselben als Einleitung in das Familienbuch aufgenommen. Herr Dr. Paul Karl Siegmund u. Herr Professor Dr. Paul Johannes Merkel haben dieselben zusammengestellt, wie sie von Paul Karl Merkel auf den Blättern 4 bis 14 eingetragen wurden.
      Es kann nur zu Nutz u. Frommen der Nachkommen dienen, wenn dem Willen der Stifter gemäß alle Merkel u. Merkelinnen in dieses Buch eingeschrieben werden u. diese Einschreibung ohne Auslassung fleißig fortgeführt wird, was hiemit den lieben Nachkommen ans Herz gelegt wird. So möge es denn auch durch Gottes Gnade den nachfolgenden Geschlechtern ein Denkmal der Güte u. Barmherzigkeit Gottes sein, die sich an den einzelnen Familiengliedern u. damit an dem Geschlechts verherrlicht hat, u. sie zur Nachfolge in der Gottesfurcht u. einem christlichen Wandel ermuntern, daß der von den Vätern ererbte gute Name nicht verloren gehe, sondern allezeit erhalten u. fortgepflanzt werde.
      Geschrieben im Jahr 1868

      FAMILIENBUCH MERKEL, im Stadtarchiv Nürnberg verwahrt unter Merkel- Archiv Nr. 15a, Seite 9-10
      Abgeschrieben nach bestem Wissen und Können im März 1982 durch Arthur Mez ( VI 55241)
      Eingescannt und den Personen in Gen_Pluswin-Merkel-Datei eingefügt durch E. Brick, Juni 2005

      II. HERR CASPAR GOTTLIEB MERKEL, Herrn Rathschreiber Andreas Merkels sechstes Kind u. dritter Sohn, zeugte mit seiner Ehegattin Frau Maria Magdalena geb. Merzin zehn Kinder nemlich sieben Söhne u. dray Töchter; namentlich...

      6. PAULLUS WOLFGANG, geboren den 1 April 1756; wiedmete sich nach guten im Gymnasio Aegidiano u. bey Hauspräceptoren gelegten Grund in der Latinität u. andern erforderlichen wissenschafftlichen Kenntnissen, der Handlung mit dem besten u. glücklichsten Erfolg, begab sich, um alles recht zu erfahren u. aus dem Grund zu erlernen, zu H. Döterding einem erfahrenen u. ganz pünctliche Ordnung u. Aufsicht auf die Seinen haltenden Kaufmann in der Stadt auf einige Jahre ins Haus, Kost u. Lehre, u. benutzte solche Zeit, in welcher Er die Nebenstunden noch immer zur Erlernung der Wissenschafften u. Sprachen verwandte so gut, daß Er nicht nur seinem H. Vatter in seiner weitläufig- u. wichtigen Handlung gleich nach verflossener Lehrzeit die erfreulichste Dienste thun, sondern auch selbigen, da Er älter u. schwächer geworden, die beste Stütze seyn konnte. Unterstützt von seinen jüngern H. Bruder Eibert Heinrich Gottlieb, führte Er die Handlungs-Geschäffte einige Jahre vor u. nach dem Tod seines H. Vatters fort, übernahm endlich die Handlung mit seinem H. Bruder nach der Frau Mutter Tod, u. da Er auch diesen sich durch den Tod entrissen sahe, führte Er sie eine Zeitlang alleine, associirte sich aber bald mit seinem H. Schwiegervatter, der die Lödelische Handlung hatte, u. zog sie in dessen Haus unter der Firma Lödel & Merkel. Zu seinem Herrn Schwiegervatter bekam Er Herrn Johann Beppler angesehenen Kauf- u. Handelsherrn allhier, da Er 1784 den 26 Januarii mit dessen einziger Tochter, damalen Jgfr. Margaretha Elisabetha (geboren den 29 Juli 1765) getrauet worden. A° 1786 im Monath September wurde Er in das Collegium der Marcktsadjuncten und A 1787 an

      Ostern zu einem Genannten des größern Raths, beedes ohne sein Gesuch gewählet. In beeden Chargen zeigte Er seine vorzüglichen Kenntnisse, so thätig als rastlos und bieder. (A° 1801 m. Maii wurde Er Marcktsvorsteher. A° 1807 wurde Er Handels-Appellationsgerichts Assessor, und 1818 Deputirter der Stadt Nürnberg bey der Versammlung der Stände des Reichs.) In der beglückten und vergnügten Ehe erzeugte Er mit seiner Gattin:
      1. Johann, geboren 1785 den 29 Mai.
      2. Paul Gottlieb, geboren 1787 den 18 November.
      3. Sußanna Margaretha, geboren 1788 den 16 December, starb 1789 den 31 December.
      4. Andreas Heinrich, geboren 1790 den 7 September.
      5. Catharina Johanna Sußanna, geboren 1792 den 10 September.
      6. Friederich, geboren 1794 den 24 Martii, starb § den 25 April 1795.
      7. Johanna Sußanna Margaretha, geboren § den 5 September 1795.
      8. Paul Sigmund, geboren 1797 den 14 November, starb den 19 ejusdem.
      9. Margaretha Elisabetha Paullina Friederica, geboren 1799 den 22 September.
      10. Ein Töchterlein, so den 11 November 1801 tod geboren wurde.
      11. Johann Friederich, geboren 1803 den 14 August.
      12. Conrad Sigmund, geboren 1806 den 16 August.
      13. Paul Carl, geboren 1809 den 19 April.
      14. Johann Caspar Gottlieb, geboren 1812 den 2 Mai.

      FAMILIENBUCH MERKEL, im Stadtarchiv Nürnberg verwahrt unter Merkel- Archiv Nr. 15a, Seite 13-18
      Abgeschrieben nach bestem Wissen und Können im März 1982 durch Arthur Mez ( VI 55241)
      Eingescannt und den Personen in Gen_Pluswin-Merkel-Datei eingefügt durch E. Brick, Juni 2005

      Herr PAUL WOLFGANG MERKEL und seine Nachkommen
      Nachtrag zu dem fol. 13 angefangenen Lebenslauf, verfaßt von Paul Karl Merkel.
      In dem Büchlein, das im Schatzkästchen des Herrn Paul Wolfgang Merkel sich befand, ist von der Hand seiner sel. Frau Mutter seine Geburt also eingetragen:
      "PAULUS WOLFFGANG MERKEL hat durch die Gnade Gottes Anno Christi 1756 den 1 April § Abends um 6 Uhr der kleineren im Zeichen Stier den Eintritt in die Welt gemacht, u. haben ihn dessen Eltern Caspar Gottlieb Merkel, Kauff u. Handelsmann alhier und dessen Eheliebste Fr. Maria Magdalena gebohrne Mertzin (deren 6tes Kind er ist) des Tags darauf als den 2ten Aprill der Christl. Kirche durch das Bad der Wiedergeburth einverleiben lassen, bei welcher Heil. Handlung (die H. Sen. Sebald. Stoy verrichtete) Er von Seinem geliebten Herrn Vetter Paulus Wolffgang Mann Buchhändler alhier mit Red u. Antworth vertretten, und Ihm dessen Nahme Paulus Wolffgang beygelegt wurde."
      Nachdem derselbe eine sorgfältige Erziehung u. Unterweisung im elterlichen Hause empfangen, siehe fol. 13, wurde er zuerst der Aufsicht eines wackern Kaufmannes H. Herman Jakob Weiß übergeben u. schon im Jahre 1770 mit seinem Herrn Vater auf eine Reise nach Italien, siehe fol. 13, mitgenommen, welche seinem Forschungsgeiste reichliche Nahrung gab. Darnach kam er in das Haus des H. Kaufmanns Döterding dahier, konnte aber nur kurze Zeit daselbst verweilen, weil sein Herr Vater um einem nahen Verwandten zu dienen (von Schückher?), ihn 1773 zurückrief. Bald darnach kehrte er jedoch in das elterliche Geschäft zurück, wo er die Stütze seines alternden Herrn Vaters war, siehe fol. 13. Nach dem Tod seiner beiden Eltern verheurathete er sich am 26 Januar 1784 mit Jungfrau Margaretha Elisabetha einzigem Kinde des Kaufmanns u. Eigenthümers der Lödelischen Handlung Herrn Johannes Beppler u. seiner ersten Ehefrau Anna Maria geborenen Schmied dahier, welche am 29 Juli 1765 dahier geboren ist. Diese Ehe war eine von Gott gesegnete u. daher in hohem Grade zufriedene u. glückliche. Sein Herr Schwiegervater wünschte seine Unterstützung als eines so trefflichen Geschäftsmannes, so daß er mit seinem Herrn Bruder Eibert Heinrich Gottlieb Merkel dahin sich vereinigte, daß dieser das elterliche Haus (neben dem Bitterholz jetzt baierischen Hof) behalten, er aber in das Lödelische (auf dem Weinmarkt) eintreten sollte. Nach dem Tode dieses trefflichen Bruders, siehe fol. 13b, überkam er 1787 wieder das elterliche Geschäft, welches er mit dem Lödelischen unter der Firma: Lödel u. Merkel vereinigte.
      Wie er als Familienvater Gottesfurcht u. Zucht in seinem Hause aufrecht hielt, indem er täglich die Hausgenossen zum Gebete um sich sammelte, u. an Sonntagen mit seinen Kindern Katechisationen anstellte, auch seinen Wohlstand nicht benützte, um nach außen zu glänzen, so war er als Geschäftsmann von seltener Umsicht, Klarheit u. Besonnenheit, so daß man gerne seinen Rath u. sein Urtheil einholte.
      Am 18 December 1804 starb sein Herr Schwiegervater Johannes Beppler, der am 4 September 1719 zu Wetzlar geboren, das hohe Alter von 85 Jahren erreicht hatte. Er war ein gottesfürchtiger, schlichter Mann, von den Seinen herzlich geliebt u. von Jedermann hochgeachtet.
      Es konnte nicht fehlen, daß Herr Paul Wolfgang, der von Liebe zu seiner Vaterstadt u. für ihr Bestes beseelt war, auch bald zur thätigen Theilnahme an den öffentlichen Angelegenheiten zugezogen wurde. Stand er doch in bester Manneskraft als die französische Revolution ihre Einwirkungen auf Deutschland ausübte. So ward er Mitglied der Behörde, welche 1796 die Kriegslasten bestreiten u. vertheilen mußte, u. wurde als solches auch einmal als Geißel den Seinigen eine Zeitlang entrissen. So lange seine Vaterstadt noch Reichsstadt war bekleidete er schon verschiedene öffentliche Ämter, siehe fol. 13, u. als dieselbe im September 1806 an die Krone Baiern übergegangen war, widmete er ihr mit derselben Treue u. Umsicht seine Kräfte, die nach verschiedenen Seiten hin gewürdigt u. angesprochen wurden; denn im Jahre 1807 wurde er zum Handels-Appellations-Gerichts-Assessor ernannt u. im Jahre 1808 reiste er an der Spitze einer Abordnung des Handelsstandes nach München, die von günstigem Erfolg begleitet war.
      Seine beiden Söhne Johann u. Paul Gottlieb nahm er 1817 als Gesellschafter in die Handlung auf, welche ihm bei der merklichen Abnahme seiner Kräfte einen großen Theil der Geschäftslast abnehmen konnten. Als im Oktober 1818 die Verfassung für das Königreich Baiern verkündigt worden war, schrieb er: "Ich halte den Tag, an welchem sie verkündet worden ist, u. ich sie beschworen habe für einen der wichtigsten meines Lebens."

      Gegen seine Weigerung mußte er dem fast einstimmigen Willen seiner Wähler folgen u. als Abgeordneter der Stadt am 17 Januar 1819 begleitet von seiner treuen Gattin mit seiner jüngsten Tochter Elise u. seinem jüngsten Sohn Gottlieb nach München reisen.
      Die Anstrengungen des Landtags rieben seine Kräfte auf. Am 30 Juli 1819 kam er, von seinen Mitbürgern ehrenvoll empfangen, aber mit geschwächter Gesundheit zurück. Die Kräfte kehrten nicht wieder, als er sich jetzt auch Ruhe gönnen konnte. Seit 21 November 1819 traten immer bedenklichere Anzeichen hervor, daß er seinem Ende entgegengehe. An einem Sonntage acht Tage vor seinem Tode versammelte er noch seine Kinder um sich Abschied von ihnen zu nehmen u. sie zu segnen, u. am 16 Januar 1820 entschlief er umgeben von allen den Seinigen Mittag 2 Uhr ganz sanft u. leicht. Donnerstag den 20 Januar wurde er unter allgemeiner Theilnahme auf dem Kirchhofe St. Johannis zur Erde bestattet wo er in dem Grabe N. 6b ruhet. - Sein ältester Sohn Johann hat die bei der Leichenfeier mitgeteilte Lebensbeschreibung, welche gedruckt wurde, verfaßt, u. sein Schwiegersohn der nachmalige Oberkonsistorial-Präsident Karl Friedrich von Roth hat im Jahr 1821 "Nachricht von dem Leben Paul Wolfgang Merkels" "auf Kosten der Gesellschaft zur Beförderung vaterländischer Industrie" im Druck erscheinen lassen. - Am 1 April 1856 hat Herr Paul Gottlieb Merkel seine Geschwister zu sich zu Mittag geladen u. mit ihnen den hundertjährigen Geburtstag ihres Herrn Vaters gefeiert, wobei er eine Zusammenstellung der Nachkommen des Herrn Paul Wolfgang mittheilte u. zum Dank gegen den HErrn aufforderte.
      Nachstehendes wurde verfaßt u. vorgetragen von Paul Karl Merkel als 29 Juli 1865 die drei noch lebenden jüngsten Söhne der Frau Margaretha Elisabetha Merkel, geb. Beppler, nehmlich Konrad Sigmund, Paul Karl u. Johann Kaspar Gottlieb alle in Nürnberg befindlichen Familienglieder zu einem Mittagsmahl geladen hatten, das im Garten des Johann Kaspar Gottlieb vor dem Lauferthor gehalten wurde:
      Von der Zeit an, da der erste Merkel (1643) in Nürnberg sich niederließ, hat der Familienstamm Merkel durch 3 Generationen (über 150 Jahre) immer nur in einem Zweig sich erhalten, denn obgleich H. Johann Merkel 5, Andreas Merkel 8, u. Kaspar Gottlieb Merkel 7 Söhne erzeugt haben, so ist doch jedesmal nur von einem Einzigen das Geschlecht fortgepflanzt worden, bis endlich in Paul Wolfgang Merkel u. seiner Gattin Margaretha Elisabetha geborenen Beppler der Stamm sich weiter verzweigte u. ausbreitete. Sie sind die Stammeltern der neuen in mehrere Linien sich theilenden Generation. Schon darin ist der Familie Veranlassung gegeben den hundertjährigen Geburtstag der Mutter zu feiern, aber auch die Erinnerung an ihre Persönlichkeit, u. was sie als Mutter der Familie gewesen, legt es allen Familiengliedern, die sie noch persönlich kannten, nahe, ihr Andenken am heutigen Tag mit dankbaren Gefühlen zu erneuern, u. auch dem jüngeren Geschlecht, das sie nicht mehr kannte, theuer u. werth zu machen. Ich habe daher versucht, in Folgendem ein Lebensbild von ihr zu entwerfen.
      Ihr Vater war Herr Johannes Beppler, ein Bäckerssohn, am 4 September 1719 zu Wetzlar geboren, welcher von Jugend auf Neigung zum Handelsstande zeigte, von seinen Eltern aber zum Handwerk (Schreiner ?) bestimmt wurde. Eine besondere Fügung führte ihn jedoch einmal nach Frankfurt u. zur Erreichung seines Wunsches, indem er dort durch Vermittlung eines Freundes seines Vaters in ein Handelshaus aufgenommen wurde. Als Handlungsdiener kam er sodann hierher in das Geschäft des Herrn Lödel, wo ihn Gott eine neue Heimat finden u. den Grund zu seinem künftigen Wohlstand legen ließ. Denn vom o. g. Bedienten stieg er auf zum Buchhalter u. Geschäftsführer u. wurde zuletzt Besitzer des Geschäftes selbst. Nächst Gott verdankte er dieß seinem frommen, redlichen Sinn, seiner Tüchtigkeit u. Biederkeit. Als Buchhalter verheurathete er sich "am Montag den 12 Oktober 1761 mit der Ehrbar u. Tugendsamen Jungfrau Anna Maria des Ehrbar kunstreich u. Mannhafften Job. Matthias Schmied, Bortenmachers u. Verlegers u. unter der Artillerie Korporals selig nachgelassenen ehelichen Tochter". In dieser Ehe wurde ihm am Montag den 29 Juli 1765 die Tochter geboren, welche von allen seinen Kindern allein am Leben blieb. Sie wurde am 30 Juli von H. Diakonus bei St. Lorenzen A. Schadelock getauft, erhielt die Namen Margaretha Elisabetha u. hatte Frau Margaretha des Paulus Haumann Kassiere in Banco publico uxor zur Pathin.
      Margaretha Elisabetha verlor aber schon nach 5/4 Jahren ihre Mutter welche am § 11 November 1766 starb u, am Mittwoch den 19 November begraben wurde. Wahrscheinlich war es dieser Todesfall, welchen Herr Beppler, als er eben von einer Geschäftsreise zurückkehrte in so erschütternder Weise im Gasthaus. zu Feucht durch einen aus Nürnberg kommenden Postillon erfuhr, welcher, ohne ihn zu kennen, erzählte, daß an diesem Tage eine in der Weißgerbergasse wohnende Wöchnerin beerdigt werde, deren Mann als Reisender abwesend sey. Die verwaiste Tochter erhielt eine zweite Mutter, indem sich
      ihr Vater am Dienstag den 8 September 1767 mit Frau Susanna Barbara hinterlassenen Wittwe des Herrn Johann Eberts einer geborenen Schönleben wieder verehelichte. Aber auch sie wurde ihm schon nach 4 Jahren durch den Tod genommen; denn sie starb am 3 Oktober 1771 u. wurde am 9 desselben Mts. begraben. Sie wohnten damals noch in der Weißgerbergasse. Der Vater war zum Geschäftsführer vorgerückt u. im Jahre 1778 durch Erbschaft Besitzer des Lödelischen Geschäftes u. Hauses geworden, welches letztere er um jene Zeit bezogen hat.
      Noch in seinem 60ten Jahre trat er zum drittenmal in die Ehe, wie es im Lorenzer Kirchenbuch heißt, " § 22 Juni 1779 der Ehrbar u. Veste Johannes Beppler Kauff u. Handelsmann: die HochEdle Jgfr. Susanna Margaretha Dorothea Spießin weyl. Pl. T. Herrn Wolfgang Albrecht Spieß J.U.D. u. Prof. zu Altdorff E. erz. Tochter sind auf Oberherrlich Erlaubniß in des Bräutigams Wohnbehausung in aller Stille nach erlegten Procl. u. Copul. Gebühren einer ganzen Votiv um 1 Uhr Nachm. copulirt worden mit 6 Personen."
      Obgleich der Vater mit einemmal in den Stand eines angesehenen u. wohlhabenden Handelsherrn versetzt worden war, ist er doch, wie das oft diese seine Tochter erzählte, von seiner einfachen schlichten Lebensordnung nicht abgewichen, u. hat auch seine Tochter zu derselben Einfachheit erzogen. Nach damaliger Sitte besuchte sie mit ihm an den Sonntagen den Gottesdienst, u. ein Spaziergang vor das Thor war die einzige Erholung, die man sich gönnte. Dagegen wurde sie mit allem Ernste zu den häuslichen Geschäften angehalten, ohne sie jedoch an der Gelegenheit zu weiterer Ausbildung zu hindern, indem sie z. B. Unterricht in der Musik u. sogar in der lateinischen Sprache erhielt. Durch ihr ganzes Leben erfüllte sie eine kindliche Liebe u. Pietät gegen ihren Vater, von dem sie stets rühmte, wie sie ihm nicht genug danken könne, daß er sie zur Gottesfurcht, zum strengsten Gehorsam u. zur Anspruchslosigkeit erzogen habe. Als sie zur Jungfrau herangewachsen war, wie sie uns noch in dem aus jener Zeit vorhandenen Bilde dargestellt wird, konnte es nicht befremden, wenn sie bei ihrem einfachen, schlichten Sinn den sonst braven jungen Mann aus einer angesehenen Familie, der aber nach der neuesten Mode, in zierlicher Perücke u. in Kleidern nach modernstem Schnitte erschien, ihre Hand versagte. Dagegen gewann Herr Paul Wolfgang Merkel ihr Herz, der sich am 14 November 1783 mit ihr verlobte u. am 26 Januar 1784 sie als seine Ehefrau heimführte, mit welchem sie 36 Jahre lang in einer sehr glücklichen u. gesegneten Ehe lebte; denn es bestand zwischen ihr u. ihrem Manne neben inniger Liebe u. zarter Achtung eine seltene Übereinstimmung der Grundsätze u. insbesondere verstand sie mit ächter Weiblichkeit sich ganz in den Sinn des Mannes einzuleben u. durch seinen Einfluß zu einer Hausfrau u. Mutter sich heranzubilden, welche der Stellung, in die sie durch die Verbindung mit ihm getreten war, völlig gewachsen war. Wurde sie doch aus der Stille u. Zurückgezogenheit des elterlichen Hauses in ein sehr bewegtes mit der Außenwelt in mannichfaltigen Verkehr verflochtenes Leben versetzt, da viele der damals hervorragenden Persönlichkeiten im Staate, auf dem Gebiete der Kunst u. Wissenschaft u. aus anderen Lebenskreisen mit ihrem Manne in Berührung kamen u. in ihrem Hause gastliche Aufnahme fanden. Aber sie löste die Aufgabe die Hausfrau zu repräsentieren in solcher Weise, daß sie sich nicht in Selbstgefälligkeit geltend zu machen suchte, noch die Wirklichkeit dem Scheine u. das Edle u. Würdige dem Gezierten u. Affektirten opferte. Der Wohlstand u. das Ansehen ihres Hauses verblendete nicht ihren Sinn, denn sie legte Äußerlichkeiten keinen höheren Werth bei, als sich gebührte, u. konnte auch den Vergnügungen der vornehmen Welt, wenn sie denselben in vereinzelten Fällen auch aus Pflicht sich nicht entzog, keinen Geschmack abgewinnen. Dennoch aber besaß sie einen feinen Takt u. rücksichtsvollen Anstand in Umgang mit Andern, welche ihr bei Jedermann Achtung u. Wohlwollen erwarben. Daher wurde sie auch ihren Kindern nicht entfremdet, u. wußte von ihnen fernzuhalten, was so leicht in Familien, die im Wohlstand u. einer nach außen geachteten Stellung sich befinden, der Fall ist, daß dieselben verweichlicht oder übermüthig werden.
      Da sie 9 Söhne u. 5 Töchter geboren, von denen sie sieben Söhne u. drei Töchter großgezogen hat, so läßt sich denken, daß die Leitung des Hauswesens u. die Erziehung der Kinder keine kleine Aufgabe gewesen. Aber wie sie mit großer Ruhe u. Gewandtheit das Hauswesen zu führen verstand, ebenso bewies sie ein großes Geschick in Erziehung der Kinder, bei welcher sie in völligem Einverständniß mit ihrem Manne, so daß nie eine Differenz in Behandlung der Kinder u. vor diesen zum Vorschein kam, Liebe u. Strenge, Nachsicht u. Konsequenz am rechten Orte sie anzuwenden wußte. Es ist keines ihrer Kinder, das nicht Beweise ihrer Fürsorge u. Treue anführen könnte, u. das nicht bezeugen müßte, daß Gottesfurcht, Gehorsam u. Wahrheit das Ziel ihrer mütterlichen Ermahnungen in Wort u. Gesinnung gewesen sind.

      Eine tiefe u. schmerzliche Wunde wurde ihrem Herzen geschlagen, als am 13 December 1604 gegen 8 Uhr Abends ihr von ihr inniggeliebter Vater im 86ten Lebensjahre starb. Am 26 Januar 1805 verließ sie mit ihrer Familie ihre bisher bewohnte Behausung auf dem Neuenbau (Maxplatz) u. bezog das Haus ihres Vaters auf dem Weinmarkt, in welchem sie fortan bis zu ihrem Ende wohnen blieb.
      Dadurch daß ihr Mann in die öffentlichen Geschäfte vielfach verflochten war, hatte sie im letzten Jahrzehnt des vorigen u. dem ersten dieses Jahrhunderts manche schwere Sorgen durchzumachen, indem Franzosen u. Oesterreicher oft drückende Kontibutionen erhoben, zu deren Beseitigung oder Befriedigung er mithelfen mußte. Sie nahm lebendigen Antheil an allen Begegnissen ihrer Vaterstadt, u. hieng mit Vorliebe an der reichsstädtischen Verfassung. Als daher diese ein Ende nahm, u. am 15 Sept. 1806 um Mitternacht das Glockengeläute die Uebergabe der Stadt an Bayern verkündigte, weckte sie ihre Kinder mit den Worten: "Hört, Kinder, jetzt habt ihr aufgehört, freie Reichsbürger zu seyn! ". Dieser patriotischen Gesinnung gab sie auch einen Ausdruck, als im Jahre 1818 von dem König die Verfassung gegeben wurde, indem sie damals schrieb: "Gott, der die Herzen u. Gedanken regiert, der noch immer sitzt im Regiment, wollte nicht, daß es mit unsrer Vaterstadt ganz aus seyn soll, u. lenkte das Herz des Königs u. seiner Räthe Gedanken, daß diese eine neue Konstitution einführten, u. den Städten wieder gaben, was sie nahmen, sie gaben unserer 1. Vaterstadt Verwaltung wieder in die Hände der Bürger Nürnbergs." Und als damals ihr ältester Sohn Johann als Mitglied des Magistrats gewählt u. am 23 Nov. feierlich eingesetzt worden war, bemerkte sie: "Die Gefühle des tiefgerührten Dankes gegen Gott waren nur eine Stimme. Gott, der dieses Werk nun angefangen hat, wird das Gebet aller Frommen u. Guten erhören, u. die Männer, die an diesem Tage schwuren, Gott u. der Vaterstadt treu zu dienen, leiten u. regieren, daß sie nichts thun, als was vor ihm gefällig ist. Amen."
      Als die Wahl zum ersten Landtag vorgenommen ward, wurde ihr Mann trotz seiner Ablehnung von 58 Wahlmännern mit 53 Stimmen am 11 Dec. 1818 zum Deputirten gewählt, u. als derselbe am 17 Jan. 1819 nach München abreiste, begleitete sie ihn dahin mit ihrer jüngsten Tochter Elise u. ihrem jüngsten Sohne Gottlieb. Am 18 Jan. Abends kamen sie im Hause ihres Schwiegersohnes, des Ministerialraths Roth, glücklich an. Aber das dortige Klima war ihr nicht zuträglich, so daß sie am 8 April mit ihrem Sohne Gottlieb über Augsburg wieder zurückreiste. Sie schrieb damals auf: "Ich dankte dem Allgütigen, aus dem Innersten meines Herzens, daß er mein heißes Gebet erhört hat, u. mich wieder in meines Vaters Haus zurückkommen ließ, damit mein sehnlichster Wunsch erfüllt würde, in meines Vaters Haus zu sterben, u. meine Gebeine bei ihm in seinem Grabe auch ihre Ruhe finden." Es war dieß die weiteste Reise, welche sie in ihrem ganzen Leben unternommen hat, denn außer zu den befreundeten Professoren-Familien Vogel etc. nach Altdorf u. später nach Erlangen, hat sie nie ihre Vaterstadt verlassen.
      Erst am 30 Juli 1819 kehrte ihr Mann vom Landtage zurück: "Leider aber, so hat sie selbst aufgezeichnet, haben ihn die beschwerlichen Arbeiten durch lange Sitzungen u. mancherlei verdrießliche: Dinge sehr erschöpft u. geschwächt, so daß er leider ganz wider seine Gewohnheit unthätig seyn muß, weil es ihm an Kräften gebricht." Neben der ängstlichen Sorge um das theure Leben des Gatten ließ ihr aber Gott in diesem Jahre die große Freude erleben, daß ihrem Sohne Johann ein Sohn, u. damit der erste Enkel, der den Namen Merkel trug, am 1 August geboren wurde, doch trat leider schon am 16 Januar 1820 das gefürchtete Ereigniß ein, das sie zur Wittwe machte u. mit tiefem Weh erfüllte.
      Von dieser Zeit an lebte sie in völliger Zurückgezogenheit, in aufopfernder Liebe u. Hingabe für ihre Familie u. widmete die zarteste Sorgfalt der Erziehung ihrer vier jüngsten noch unmündigen Söhne, worin sie an ihren drei ältesten Söhnen u. ihrem Schwiegersohne Ministerialrath Roth gewissenhaft unterstützt wurde.
      Da ihre älteste Tochter Käthe schon seit dem 10 September 1809 mit dem von ihr hochgeachteten Schwiegersohn, damaligem Finanzrath Roth, der älteste Sohn Johann mit der Tochter ihrer seligen Freundin Held seit 18 October 1818, u. auch die zweite Tochter Johanna seit 31 October 1819 mit Kaufmann Braun verheurathet waren, so hatte sie auch bald nach dem Tode ihren Mannes die Freude, daß ihr zweiter Sohn Paul am 6 Februar 1820 mit Marie Wilhelmine Cnopf sich verehelichte. Im Jahre 1822 feierte sie auch die Verbindung ihrer jüngsten Tochter Elise mit Rektor Roth. Es war ihr liebstes Geschäft für alle ihre Kinder u. Enkel thätig zu seyn, u. sie fühlte sich glücklich u. heiter, wenn sie an den Sonntagen sie alle beim Mittagessen um sich versammelt sah, in dem einem
      Zimmer die Erwachsenen, in dem andern die Kleinen, oder wenn sie am Weihnachtsabend ihnen allen bescherte, wozu sie schon viele Wochen vorher mit Umsicht u. Emsigkeit sich Kenntniß der verschiedenen Wünsche zu verschaffen u. für deren Befriedigung zu sorgen wußte, u. ebenso hatte sie ihr besonderen Wohlgefallen daran, in jeder Woche ihre Enkelinnen zu sich kommen u. ihnen durch eine Lehrerin Unterricht im Spinnen ertheilen zu lassen, u. konnte sich recht darüber freuen, wenn die eine oder andere gute Fortschritte machte.
      Gott ließ ihr auch die Freude erleben, daß ihr dritter Sohn Heinrich mit Julie Gründler, welche sie längere Zeit bei sich hatte, u. ihrer mit mütterlicher Liebe sich annahm, am 28 Januar 1827 Hochzeit halten konnte, u. ihr vierter Sohn Friedrich am 16 August 1829 mit seiner Braut Babette Kalb ehelich verbunden ward.
      Auch den drei jüngsten Söhnen durfte sie noch ihre mütterlichen Wünsche u. Rathschläge auf die Universität, welche sie dem Ziele des erwählten Lebensberufes entgegenführte, mitgeben.
      Wie sie für sich selbst in hohem Grade anspruchslos war, u. selbst Bequemlichkeiten sich versagte, indem sie z. B. bei ihren Ausgängen nur in Nothfällen der Equipage sich bediente, so setzte sie sich keine Gränzen u. scheute keine Mühe, wenn sie den Ihrigen Freude verschaffen konnte. Kein Geburtstag der Kinder u. Enkel wurde von ihr vergessen, u. hatte sie eine neue Speise oder kannte sie irgend einen heimlichen Wunsch, so unterließ sie es nicht damit Überraschung zu bereiten.
      Als eine unermüdliche Briefschreiberin erhielt sie mit den in der Ferne befindlichen Gliedern ihrer Familie einen so lebendigen Verkehr, indem sie alle auch die geringfügigsten Familienereignisse ihnen mittheilte, daß sie auf diese Weise nicht wenig zu der Belebung u. Erhaltung der Gemeinschaft beitrug, von welcher unsere Familie bisher gesegnet war.
      Da ihr Leben reich an Liebe war, so fehlte ihr auch nicht die Heiterkeit des Geistes u. sie konnte im Kreise der Ihrigen oder mit ihren Jugendfreundinnen Frau Direktorin Popp u. Frau Kreisräthin Colmar, welch letztere fast regelmäßig Samstag Nachmittags zu ihr kam, oft recht vergnügt seyn.
      Trotz der vielen Geburten u. der oft nicht geringen Anstrengungen, welche die zahlreiche Familie u. das beschwerliche Hauswesen mit sich brachten, erfreute sie sich einer anhaltenden Gesundheit, die erst in den späteren Jahren zu wanken anfieng. So erkrankte sie 1823 einmal im Garten sehr gefährlich an Blutbrechen, doch genaß sie bald wieder. Aber im letzten Jahrzehnt ihres Lebens litt sie viel an Krämpfen u. an einem Fußübel, welche ihr oft große Beschwerden verursachten. Von Jugend an aber jeder Verweichlichung abhold besaß sie eine große Herrschaft über sich, u. gönnte sich oft keine Ruhe, wenn sie derselben auch sehr bedurfte. Am 28 Mai 1830 wurde ihr noch die harte Prüfung auferlegt, ihre geliebte Tochter Elise Roth durch den Tod zu verlieren, die sie aber mit frommer Ergebung ertrug. In demselben Jahre war sie auch eine Zeit lang ganz allein u. hatte keines ihrer Kinder mehr bei sich, doch wurde sie bald durch die Ankunft Siegmunds erfreut u. als dieser im April 1831 sie wieder verließ, um nach Landau in Kondition zu gehen, war Karl von Berlin heimgekehrt u. hatte die Universität absolvirt. Der Entschluß ihres Schwiegersohnes, Rektors Roth, sich wieder zu verehelichen, u. die von ihm auf Adelheid Plank aus Nürtingen gefallene Wahl, sowie der Aufenthalt dieser Braut in ihrem Hause brachte ihr noch in den letzten Wochen ihres Lebens über die Zukunft ihrer verwaisten Enkel Beruhigung. Es gab kein freudiges noch schmerzliches Ereigniß in der Familie, für welches sie nicht die wärmste Theilnahme empfand, dessen sie nicht öfter gedachte u. zu geeigneter Zeit wieder daran erinnerte. Bei solcher Veranlassung schrieb sie noch wenige Wochen vor ihrem Tode: "überall, wo ich auf meine lieben Kinder hinsehe, sehe ich lauter Güte Gottes. 0, könnte ich nur immer durch meinen Wandel u. Leben Gott preisen!"
      Ihr sehnlicher u. oft von ihr geäußerter Wunsch von einem langen Krankenlager verschont zu bleiben, wurde erfüllt. Nachdem sie am Mittwoch den 27 April 1831 nach Umständen sich noch wohl u. sogar heiter befunden u. um 9 Uhr zur Ruhe begeben hatte, erwachte sie gegen früh 4 Uhr mit Blutauswurf. Der sogleich herbeigerufene Hausarzt von Hoven u. ihr Sohn Heinrich verordneten eine Aderlässe. Doch schon den Tag über nahm die Schwäche auffallend zu, sie lag bewußtlos, vermochte nicht mehr zu sprechen, u. gab in Zwischenräumen nur Zeichen des Verlangens nach Labung, die man ihr reichte. So lag sie beständig schlummernd, bis am Samstag den 30 April Morgens halb 9 Uhr ohne allen Schmerz ihr Athem stille stand, u. das treue liebevolle Mutterherz aufhörte zu schlagen. Am 3 Mai wurde sie, wie sie es verlangte in der Morgenstunde zu St Johannis in dasselbe Grab gelegt, in welchem ihr Vater ruhte.

      Ihr Segen aber beglückte ihre Kinder u. Kindeskinder, u. indem wir am heutigen Tage ihrer gedenken, danken wir von Herzen Gott, daß er uns eine solche Mutter gegeben u. halten uns u. dem nachfolgenden Geschlecht ihr Vorbild vor, daß sich das Wort erfülle: Das Gedächtnis des Gerechten bleibet im Segen.

  • Quellen 
    1. [S1] Keller, Keller, G.; Generalmajor, (Druck der Stuttgarter Buchdruckerei-Gesellschaft m.b.H.).

    2. [S2] Zel-Comp, Zeller, Gerhard.

    3. ADB XXI 437: .

    4. A. Mez nutzte die Quellen nach Kartei bzw. KB im LandeskirchlichenArchiv Nürnberg St. Sebald S. 313: PAULUS mit us.

    5. A. Mez nutzte die Quellen nach Kartei bzw. KB im LandeskirchlichenArchiv Nürnberg St. Sebald, Totenbuch S. 117 Nr. 4 (vorgedruc.

    6. A. Mez nutzte die Quellen nach Kartei bzw. KB im LandeskirchlichenArchiv Nürnberg St. Sebald S. 508.

    7. A. Mez nutzte die Quellen nach Kartei bzw. KB im LandeskirchlichenArchiv Nürnberg St. Sebald S. 845.